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Was gibt es Besseres, als sich während der viel zu früh beginnenden heißen Monate abzukühlen? Und wo geht das besser als beim Snowboarden beziehungsweise Skifahren? Leider ist es dafür eigentlich schon zu spät und bei dem momentanen Klimawandel war selbst in den Wintermonaten das Schneevorkommen doch eher gering. Der kluge Zocker von heute kann sich aber behelfen, indem er zu EA Sports Bigs Wii-Exklusivtitel SSX Blur, einem Teil der beliebten SSX-Wintersportreihe greift.
Doch ist dieser Schritt wirklich so klug und bringt den erwünschten Kühlungseffekt oder handelt es sich hier bei doch nur um einen weiteren Warmluftproduzenten?
Story? Braucht kein Mensch!
Bei den wenigsten Sportspielen gibt es eine brauchbare Handlung, meist nicht einmal eine Unbrauchbare. So auch bei SSX Blur. Zwar kann der Spieler unter diversen Charakteren (am Anfang vier, später kommen mehr hinzu) wählen, die alle auch eine nachlesbare Hintergrundgeschichte und Eigenarten haben, aber außer dem ständig Präsenten Radio DJ, der hin und wieder eine Bemerkung diesbezüglich macht, ist dies für das Spiel an sich völlig irrelevant.
Der DJ spricht bei unserer Testversion nur englisch, was sich aber auch bei der regulären Version nicht ändern dürfte. Die Musik des Spiels besteht meist aus elektronischen Loops mit Rockanleihen, die keinen wirklichen (positiven oder negativen) bleibenden Eindruck hinterlassen. Man könnte sagen, es handelt sich um belangloses Hintergrundgedudel. An Spielmodi stehen Slalom, Half-Pipe, Rennen, Big-Air und Slope-Style zur Verfügung. Verschiedene Strecken können frei gespielt werden.
Links, rechts, Baum! – Die Steuerung
SSX Blur wird mithilfe der Nunchuck Erweiterung an der Wiimote gespielt. Hierbei wird nicht nur mit dem Analogstick gesteuert, sondern auch mithilfe der Neigungssensoren im Nunchuck: je stärker die Neigung, desto enger wird die gefahrene Kurve. Mithilfe des A Knopfes wird gehockt und beschleunigt, mit B kann unter anderem auf Banden in bester Tony Hawk Manier gegrinded werden. Wenn man während hoher Sprünge bestimmte Figuren mit der Wiimote in die Luft zeichnet, können Kombos und somit hohe Punkte erreicht werden.
Also alles unter Kontrolle? Leider die meiste Zeit nicht. Irgendwie hat man ständig das Gefühl man steuert ein störrisches Kaugummi. Da, wie gesagt, zum Beschleunigen der A Knopf gedrückt bleiben muss ist letztlich auch ständig das Manövrieren nicht wirklich gut möglich.
Die weiße (Grafik-)pracht?
Wie es leider zurzeit gang und gebe bei Wii Spielen zu sein scheint, kann die In-Game Grafik von SSX Blur nur bedingt überzeugen. Die Animationen gehen in Ordnung, wirken bei einigen Sprüngen aber sehr unglaubwürdig. Dabei sollte man natürlich beachten, dass es sich bei SSX Blur um ein Arcade Game und keine Simulation handelt. Dass der Charakter nach einem Sturz mit Schnee bedeckt ist, welcher nach und nach wieder abfällt, ist ein nettes Schmankerl.
Die Levels sind erwartungsgemäß zum Großteil mit dem kalten Weiß bedeckt, bieten aber viele bunte Details, wie Rampen, Bäume, Geländer, Schilder und anderes. Alles wirkt allerdings unspektakulär, teilweise pixelig und "altbacken". Die Wii kann mehr!
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