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Wenn die Muskelprotze der WWE in die Arena einlaufen, mit arroganten Gesten den Ring betreten und im besten Fall mit voller Wut ihr Gummihemd zerreißen, flippen die Fans aus. Das stellt die TV-Übertragung Woche für Woche aufs Neue unter Beweis. Pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft dürfen wir dank den Jungs und Mädels von Yukes auch virtuell wieder auf allen erdenklichen Plattformen in die Welt des Wrestlings eintauchen. Nicht so auf dem Nintendo DS. Für diese Version zeigt sich Entwickler Amaze verantwortlich. Wir haben uns diese Version näher angeschaut und verraten euch, welche Figur WWE Smackdown vs. Raw 2008 auf dem Handheld von Big N abliefert.
Wrestling im Hosentaschenformat
Wo sich WWE-Fans auf den großen NextGen-Konsolen über mangelnde Spielmodi-Auswahl wahrlich nicht beschweren können, wurde dieser Bereich in der DS-Fassung auf ein Minimum reduziert. Zwar dürft ihr euch im „Schaukampf“ einen kleinen Probekampf liefern und mit einem anderen Spieler, der eine zusätzliche Cartridge benötigt, im Ring austoben, doch lediglich der Karriere-Modus kann Einzelspieler länger an das Modul fesseln.
Zu Beginn entscheidet ihr euch für einen Recken des Smackdown, RAW oder ECW-Roosters. Zwischen den abendlichen Ringkämpfen könnt ihr im Gym eure stählernen Muskeln trainieren, euch im Speiseraum mit Pizza und anderen kulinarischen „Spezialitäten“ fettreich ernähren oder ihr stattet dem Umkleideraum einen kleinen Besuch ab. Hier könnt ihr euch andere fesche Latex-Hosen aneignen, das allgemeine Erscheinungsbild eures Recken individualisieren und Superstar-Infos anderer Wrestler einholen. Außerdem habt ihr in der Garderobe die Möglichkeit, die nachfolgenden im Kampf einsetzbaren Objekte, wie Ringglocke oder Baseballschläger, zu bestimmen. Euer zynischer Manager Theodore Long tritt euch zudem häufig in den Allerwertesten, wenn ihr ausnahmsweise einen eurer Kämpfe verliert.
Seid ihr mit den Vorbereitungen fertig, geht‘ s ab in die Arena, in die jeder Wrestler von seinem Entrance-Movie begleitet einläuft. Das wird mit einer spektakulären Musik untermahlt, kommt aber spannungsmäßig bei weitem nicht an die Präsentation der Wii-Version heran. Die Kämpfe an sich laufen alles in allem ebenfalls recht unspektakulär ab und müssen auf dem Handheld einige Spannungsmomente einbüßen. Vor jedem Match bekommt ihr gewisse Herausforderungen, die ihr anschließend aufs Parkett legen sollt. Da wäre zum Beispiel einen Irish Whip auszuüben oder binnen einer bestimmten Zeit euren Gegner zu pinnen. Im Ring werdet ihr mit einem Schere-Stein-Papier-artigen Gameplay konfrontiert, bei dem ihr mit dem Stylus eine Aktion auswählt. Frei bewegen dürft ihr euch hier jedoch nicht!
Per Touchscreen und Stylus voll auf die 12!
In Sachen Steuerung ziehen die Entwickler alle Register und haben ausgiebig von den Fähigkeiten des Touchscreens Gebrauch gemacht. Sämtliche Moves werden unter Zeitdruck intuitiv per Stylus ausgeführt, in dem ihr den Stift in die vorgegebene Richtung zieht oder schnell auf dem unteren Bildschirm rubbelt. Je nach Komplexität des Angriffs, sind eure Erfolgschancen mal höher oder niedriger. Gepinnt werden kann nur dann per Button, wenn ihr euer Gegenüber zuvor auf die Matte befördert habt. Dann müsst ihr wie wild auf den Touchscreen tippen, damit sich dieser nicht aus euren Fänge befreien kann. Insgesamt geht die Steuerung sehr intuitiv von der Hand und ist binnen weniger Sekunden erlernt.
Die audiovisuelle Präsentation krankt nur geringfügig an den schwachen Hardwarevoraussetzungen des Nintendo DS. WWE Smackdown vs. Raw 2008 liefert gelungene Animationen und einen akzeptablen Identifikationsgrad mit den realen Ebenbildern, auch wenn sie nicht gerade in Hülle und Fülle mit einschneidenden Details versehen wurden. Ein echter Lichtblick während der Kämpfe sind die vielen Kameraperspektiven, die die wichtigsten Szenen sensationell einfangen. Ansonsten erörtert ein englischer Kommentator das aktuelle Geschehen sehr stürmisch.
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