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Sie sind gelb, legendär und verdammt komisch. Die Rede ist natürlich von den „Simpsons“, der wohl bekanntesten TV-Familie der Welt. Welche Figur die gelbe Sippe dabei macht und warum „Simpons“-Fans auch auf dem DS nicht um die Comic-Familie kommen werden, erfahrt ihr in unserem Test.
The Simpsons-Guide
Die Hintergrundgeschichte ist bei allen Versionen identisch und hat nichts mit dem im Sommer erschienenem Kinofilm gemeinsam: Bart findet eine Gebrauchsanleitung für „Die Simpons: Das Spiel“ und entdeckt, dass jedes Familienmitglied besondere Fähigkeiten hat. Diese müssen nun zum Wohle von Springfield eingesetzt und die Stadt von allerlei bösem Gesindel wie zum Beispiel fiesen Holzfällern oder Schoko-Hasen befreit werden. Es gibt also viel Zündstoff für viele Witze, Parodien und Anspielungen auf bekannte Spiele und Helden, sowie viele Klischees aus dem Videospielbereich. Die Geschichte wird in 20 Minuten Videomaterial erzählt, die grafisch sehr schön anzuschauen sind. Jedoch wirkt das Bild teilweise etwas gequetscht. Nichts desto Trotz kommt der unverkennbare Charme der Serie sehr gut in den Zwischensequenzen rüber.
Auf die Schippe genommen
Wie schon erwähnt werden ständig bekannte Videospiele auf die Schippe genommen. So säubert Nintendos Vorzeige-Klempner Mario die Abwasserkanäle, man liefert sich ein wildes Pokémon Rollenspielgefecht, gibt Donkey Kong eins auf die Mütze. Auch Segas Turbo-Igel Sonic und viele andere Charaktere kommen nicht zu kurz. Doch nicht nur die Helden werden dabei durch den Kakao gezogen, sondern auch die Videospiele an sich. So findet man sich in der Fantasywelt „NeverQuest“ wieder, in der es viele Anspielungen auf das Epos „Herr der Ringe“ gibt.
Auch über die GTA-Reihe wird sich lustig gemacht: Das Spiel „Grand Theft Scratchy“ gefährdet die Jugend von Springfield und Marge sieht sich gezwungen die Bevölkerung mithilfe eines Megaphons zu mobilisieren um das Spiel zu verbieten. Wie schön dass EA auch über sich selber lachen kann und so haben Will Wright (der Erfinder des „Sim“-Universums) und „Simpsons“-Erfinder Matt Groening einen verrückten Auftritt. Während ein Großteil der Parodien von den anderen Versionen nur auf den DS umgesetzt wurden, gibt es auch einige Dinge die es nur auf Nintendos Handheld zu bewundern gibt. So bekämpft Bart in einem „Space Invaders“-Klon fiese Aliens während Lisa sich mit aggressiven Delfinen rumschlagen muss. Oder es gilt in bester „Frogger“-Manier einen mit Atommüll verseuchten Fluss zu überqueren. Leider bietet das kleine DS-Modul nicht so viel Speicher wie die DVDs der großen Konsolen und so geht etwas vom sehr gelungenen Humor verloren, da viele Plakate oder Sprachsamples von der Liste gestrichen werden mussten.
Die Super-Simpsons
Die 12 Levels werden in bester Jump’n Run-Manier meistens zu zweit gemeistert, in denen jedes Familienmitglied seine individuellen Fähigkeiten einsetzt. Bart verwandelt sich bei Bedarf in „Bartman“ und kann mit seinem Cape über Abgründe schweben oder sich mit seinem Enterhaken an bestimmten Punkten festklammern. Lisa kann dagegen per Gedankenkraft Objekte bewegen oder betäubt Gegner mit dem Gedudel ihres Saxophons. Marge verfügt wie oben schon erwähnt über die Möglichkeit, die Bewohner mit ihrem Megaphon gegen Gegner und Hindernisse zu mobilisieren oder Maggie durch kleine Schächte krabbeln zu lassen, während Hommer sich in eine Kugel verwandeln und sich mit Helium voll pumpen kann. Manuell lässt sich im Spiel nicht zwischen den Charakteren hin und her wechseln, erst wenn ein Charakter z.B. einen bestimmten Schalter umlegt wechselt das Spiel automatisch zum zweiten, der wiederrum eine bestimmte Aufgabe erledigen muss, damit der Andere weiter kann.
In jedem Level sind verschieden Gegenstände verteilt, die immer nur ein bestimmter Gelbling einsammeln kann. Da zu Beginn des Levels nicht alle Gegenstände erreicht werden können, muss der Spieler das Level später erneut besuchen, sobald er neue Fähigkeiten für seine Charaktere freigeschaltet hat. Besonders anspruchsvoll sind die verschiedenen Aufgaben innerhalb der Levels jedoch nicht, da die Lösungen oftmals vorgegeben sind. Während der Levelauswahl kann man verschiedene Dinge tun. So muss Homer in einem Minispiel gefüttert und unterhalten werden oder man schaut sich die freigeschalteten Gegenstände an. Das ist zwar alles ganz nett, aber richtig viel Spaß machen diese kleinen Minigames nicht.
Zudem wurde der DS-Version noch ein kleiner Mehrspielermodus spendiert, der mit bis zu drei Freunden gespielt werden darf. Beim "Goldenen Donut" streiten sich vier Homers dann etwa um ihre Lieblingsspeise, im "Bart-Match" bekämpft ihr euch mit der Schleuder.
Technikcheck
Technisch gesehen ist das Spiel absolut sauber. Die Spielareale sind allesamt sehr abwechslungsreich und der Comic-Look kommt sehr gut rüber. Auch die Animationen der Springfielder sind sehr überzeugend. Nur die etwas simplen Hintergründe und die seltenen Ruckler schmälern den positiven Gesamteindruck etwas. Beim Sound dagegen stimmt alles, die original Synchronsprecher machen ihre Arbeit sehr gut und auch der Klang wirkt sehr authentisch. Die verschiedenen Musikstücke sind nett anzuhören und passen immer zum jeweiligen Level.
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