Test: Dead or Alive Dimensions
Einige Beat em Up-Serien haben das Prügelspiel-Genre über die letzten Jahre mit mehr oder weniger sinnvollen Neuerungen beeinflusst. So führte beispielsweise Mortal Kombat die explizite Gewaltdarstellung ein und Virtua Fighter versetze die Kämpfe zum ersten Mal in die dritte Dimension. Die größte Leistung der Dead or Alive-Reihe war es, Sexappeal und mehrstöckige Levels einzubringen. Ok, hübsche Damen gab es auch schon vor Dead or Alive, aber bei denen wippte nichts. Was genau, darauf will ich jetzt nicht eingehen.
Fakt ist, die Serie zählt zu den Großen des Genres, denn neben netten Einfällen hatten die Spiele ein sehr komplexes Kampfsystem zu bieten. Auch waren die Kämpfe dank einer starken Grafikengine recht schön anzusehen. Ob diese Punkte auch beim 3DS-Ableger zutreffen?
Ein großes Klassentreffen
Dead or Alive Dimensions ist im Grunde kein neues Spiel, sondern vielmehr ein „Best of“ vergangener Dead or Alive-Titel. So wurde das Kampfsystem komplett übernommen, auch finden sich alle Kämpfer wieder (insgesamt 25), die bereits einen Auftritt hatten. Mit dabei sind beispielsweise Kasumi, Ryu Hajabusa und Helena. Fünf der bekanntesten Recken kommen in der Chronik vor, wo eine äußerst trashige Geschichte rund um Verrat und ganz große Gefühlen erzählt wird. Trotz der hanebüchenen Story sollte man sich diesen kurzen Modus antun, denn zum einen sind die zahlreichen Zwischensequenzen ganz nett inszeniert, zum anderen dient die Kampagne auch als umfangreiches Tutorial. Alle Schläge, Tritte und besonders die Konter-Attacken werden einem hier im Detail beigebracht.
Das Kampfsystem ist auch beim 3DS-Ableger äußerst komplex ausgefallen. So gibt es für fast jeden Angriff einen passenden Gegenangriff, des Weiteren gibt es zahlreiche einfache und schwer zu erlernende Kombos, um seine Gegner ordentlich zu vermöbeln. Somit werden sowohl Einsteiger als auch Profis ihren Spaß haben. In Sachen Taktik und Tiefgang braucht sich Dead or Alive: Dimensions nicht hinter Super Street Fighter 4 verstecken. Gleiches gilt für den Umfang.