Test: Goldeneye 007
Es gab einmal eine Zeit, da waren Ego-Shooter auf der Konsole nahezu unspielbar. Doch dann erschien ein Spiel mit einem berühmten Geheimagenten und alles änderte sich. Dieser Titel, der in Deutschland leider indiziert wurde, gilt bei Kennern nicht nur wegen der damals überragenden Steuerung als einer der besten Shooter aller Zeiten. Mit den Jahren ist ein regelrechter Hype um das Spiel des englischen Entwicklers Rare entstanden und diesen macht sich Activision Blizzard nun mit einem Quasi-Remake zunutze.
Wir waren anfangs äußerst skeptisch, ob die Entwickler von Eurocom dem großen Namen gerecht werden. Unsere Befürchtungen haben sich aber zum Glück nicht bewahrheitet. Eine Revolution wie damals ist den Machern zwar nicht gelungen, aber immerhin haben sie mit Goldeneye 007 den besten Ego-Shooter für die Wii abgeliefert.
Alles ein bisschen anders

Goldeneye 007 hat nur wenig mit dem Originalspiel und dem Film Goldeneye aus dem Jahre 1995 gemein. Die Handlung ist in den Grundzügen zwar gleich geblieben, ansonsten hat sich von den Schauplätzen bis hin zu den Hauptdarstellern einiges verändert. Der Spieler übernimmt beispielsweise nicht mehr den virtuellen Pierce Brosnan, sondern den aktuellen Bond-Darsteller Daniel Craig. Auch wurde die Geschichte an die heutige Zeit angepasst. Stichwort: Smartphone.
In Sachen Modi hat der Spieler die Wahl zwischen einem umfangreichen Mehrspieler-Modus, dazu später mehr, und der Singleplayerkampagne. In der durchaus spannenden Story macht sich James Bond auf, eine Verschwörung aufzudecken, in die ein böser russischer General verstrickt ist. Wie bei den Bondfilmen besucht ihr auch im Videospiel verschiedene Schauplätze, unter anderem einen Nachtclub in Barcelona, eine Forschungsstation in Russland oder den nigerianischen Dschungel. Ebenfalls wie in den Filmen sind dort Schießereien, Schleicheinsätze sowie Sabotage- und Aufklärungsaktionen an der Tagesordnung. Die schon aus dem Originalspiel bekannte Fahrt mit einem schweren Panzer ist auch wieder mit dabei.
