Toy Story ist so etwas wie die Mutter aller Animationsfilme. Der Film mit den lebendigen Spielzeugen löste einen wahren Animationsfilm-Boom aus, der bis heute anhält – Stichwort: Shrek, Madagascar, Ice Age. Im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Hause Sony und Dreamworks mussten Pixar-Fans leider elf Jahre auf ein neues Abenteuer mit Woody und Buzz warten.
Ob sich das Warten auf Toy Story 3 gelohnt hat, werden wir erst am 29. Juli erfahren. Ob das gleichnamige Videospiel etwas kann, erfahren Fans hingegen schon heute:
Jeder wird mal erwachsen
Videospiele zu Kinofilmen folgen meist der Handlung der Filmvorlage. Toy Story 3: Das Videospiel macht da keine Ausnahme. An dieser Stelle wird natürlich nicht „gespoilert“, nur so viel: Der kleine Andy ist groß geworden und muss aufs College. Da Erwachsene nicht mit Spielsachen spielen, stecken der Cowboy Woody, der selbstverliebten Captain Buzz Lightyear, der schreckhafte Dinosaurier Rex und andere bekannte Charaktere in der Klemme. Es gilt noch einmal die Aufmerksamkeit von Andy auf sich zu ziehen. Mit allen Mitteln.
Jump 'n' Run…
Toy Story 3: Das Videospiel ist im Herzen ein klassisches Jump 'n' Run. Es gilt mit Woody, Buzz oder Jessie Schlüsselmomente aus dem Film nachzuspielen und dabei relativ einfache Sprungeinlagen zu meistern. Die Helden verfügen allesamt über besondere Fähigkeiten, zwischen denen ihr per Knopfdruck durchwechselt. Zum Beispiel kann Jessie, wie der Prinz aus Persien, an den Wänden hochspringen. Neben den Sprungeinlagen warten noch kleine Geschicklichkeitsaufgaben sowie „Ballereinlagen“ auf euch, die für die nötige Abwechslung sorgen.
Leider wird der Spaß durch die etwas ungenaue Kamera getrübt. Insgesamt fängt sie das Geschehen zwar gut ein, an besonders kniffligen Stellen muss man die Kamera jedoch oft nachjustieren, was zu Übersichtsproblemen führen kann. Mit diesen Problemen habt ihr auch beim so genannten „Spielzeugkisten-Modus“ zu kämpfen, jedoch fallen sie dort nicht so sehr ins Gewicht.
… und Open World
Bei diesem Modus landet ihr in einer bunten Westernstadt, die von vielen Spielzeugen bevölkert wird. Euer Ziel ist es, die Stadt mit neuen Attraktionen noch größer und bunter zu machen. Dazu nehmt ihr an verschiedenen Minispielen wie Wettreiten teil oder helft den kleinen Spielzeugsoldaten nach einem Fallschirmsprung sicher ins Ziel zu gleiten.
Nach jeder bestandenen Aufgabe werdet ihr mit Geld belohnt, das ihr in neue Spiele, Outfits, Gebäude und Fahrzeuge investiert. Toy Story 3: Das Videospiel entwickelt so ein sehr motivierendes Spielgefühl, denn bis man alle Extras und Minispiele freigeschaltet sowie sämtliche Story-Missionen beendet hat, vergehen ca. 10-13 Stunden. Für ein Lizenzspiel nicht schlecht.
Nicht schlecht präsentiert sich der Titel auch in Sachen Grafik. Die ist natürlich dem Film nachempfunden, weswegen es der Spieler mit besonders hellen und knackigen Farben zu tun bekommt. Untermalt wird das bunte Treiben mit der grandiosen Musik aus dem Film und den Original-Synchronsprechern.