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Wimmelbild – das ist nicht etwa eine neue Skandalzeitung, sondern ein durchaus beliebtes Genre, welches vor allem auf dem Nintendo DS großen Anklang findet. Inmitten vieler Gegenstände muss eine Liste mit bestimmten Dingen gefunden werden. Titanic Mystery entführt uns dabei nicht nur auf die Titanic II, sondern auch auf ein „spannendes“ Abenteuer. Warum dabei nicht wirklich von Spannung geredet werden darf, erfahrt ihr in diesem Review.
Neues Schiff, gleiches Schicksal?
Am 10. April 1912 ging die Titanic, seiner Zeit das größte und prunkvollste Schiff, auf Jungfernfahrt. In der gleichen Nacht rammte der Gigant der Meere einen Eisberg und sank. Viele Menschen, ob reich oder arm, verloren in dieser Nacht ihr Leben. Ein ähnliches Schicksal erwartet auch die Passagiere der Titanic II. Am 100. Gedenktag macht der Luxusliner Kurs auf die originale Route seines Vorgängers. Wir sind mit an Bord, doch schon nach kurzer Zeit erhalten wir einen Hinweis, dass sich eine Bombe auf dem Schiff befindet.
Hier beginnt die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es gilt Gegenstände zu finden und Indizien zusammenzuführen.
Wer suchet, der findet
So interessant die Story klingt, ist sie leider nicht im Ansatz. Man darf nicht vergessen, dass bei Wimmelbild-Spielen nicht die Story im Vordergrund steht, sondern die Suche. So besteht die Geschichte aus kleinen Sprechblasen und einigen Briefen, die vor bzw. nach Erledigung einer Aufgabe eingeblendet werden.
Aufgeteilt ist das Spiel in 19 Kapitel und 30 verschiedene Szenen, die nach und nach freigespielt werden müssen. Vor jedem Auftrag müssen jeweils zehn artgleiche Gegenstände gefunden werden. Dazu wird natürlich der Stylus genutzt. Durch eine Berührung mit dem Touchpen wird, sofern der Gegenstand richtig ist, dieser von der Liste gestrichen. Während auf dem unteren Bildschirm der Stylus geschwungen werden muss, wird die Liste mit den verschiedenen Gegenständen auf dem oberen Display dargestellt. Wirklich präzise ist die Steuerung dabei jedoch nicht. Des Öfteren muss ein gefundenes Objekt wild angeklickt werden, bis man endlich die richtige Stelle gefunden hat. Hier hätte etwas mehr Genauigkeit wirklich nicht geschadet.
Das Steuerkreuz des NDS lenkt euch durch die Bildausschnitte, Innovation sucht man also vergebens.
Klassische Musik und altbackene Grafik
Vergebens sucht man auch atemberaubende Grafik. Zwar ist Nintendos Handheld noch nie dafür bekannt gewesen anspruchsvolle Texturen darstellen zu können, doch ist das bei einem Wimmelbild-Spiel auch nicht vonnöten. Die Schauplätze sind vorgefertigte Bilder, nur die einzelnen, leider verpixelten Objekte muss der NDS-Prozessor berechnen. Anspruchsvolle Grafik darf also nicht erwartet werden.
Genauso unscheinbar ist auch die Vertonung des Spiels. Klassische Klänge sollen die Suche nach der Bombe versüßen. Das gelingt leider nicht, da der Sound des Spiels das Potential hat, nach einiger Zeit zu nerven. So greift man nach kurzer Zeit gern mal auf den Tonregler zurück. Auch hier hätten die Damen und Herren Entwickler etwas mehr Zeit investieren können.
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