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Am Anfang war das Wort! Ähhhh nein, der Ton. Beziehungsweise wohl eher der Beat. Zumindest wenn man gerade das Nintendo DS-Spiel Beatcity eingelegt hat. Den sinnträchtigen Satz am Anfang der Bibel umgeändert und man hat den Einstieg zu THQs neuem Musikspiel. Ein buntes Cover und sympathisch wirkende Charaktere laden uns dazu ein, das Modul in den Schacht unseres DS zu stecken.
Ob der Titel bei uns für Kopfnicker taugte oder uns eher zum Kopfschütteln motivierte, klären wir in unserem Test.
Story= Nebensache?
Manche Spiele brauchen einfach keinen allzu verwinkelten Plot, um zu gefallen. So wie bei Beatcity. Böse Wesen (die Cacaphony) landen in Beatcity, entziehen den Leuten die Lebensenergie, ein anderes außerirdisches (aber gutmütiges) Wesen kommt ebenfalls daher geflogen und will die Bewohner, Kraft der Musik, retten. Ein auserwählter Held wird auch schnell gefunden. Ihm wird geradezu der Beat in Form einer Box in den Kopf verpflanzt, mit der er nun als Mischung zwischen Bart Simpson und einer Standbox durch die Gegend hüpfen darf.
Nicke mit dem Beat und beweg dein´ Stick
So simpel die Story, so simpel das Gameplay. Drei Kommandos müsst ihr beherrschen. Tippen, Streichen, Halten. Mehr nicht. Wie diese Aktionen aber in das Spiel verpackt sind, ist klug und abwechslungsreich gemacht.In 20 Minispielen dürft ihr der Kreativität der Designer beim „Remmi-Demmi“ machen zusehen. Denn: Alles dreht sich um Beat oder Musik. Egal ob ihr den Herzschlag eines Patienten nachtippt oder synchron mit einer Gruppe wartender Toilettengäste hüpfen müsst, überall ist Taktgefühl gefragt.
Beim Storymodus gilt es eine Herausforderung nach der nächsten zu absolvieren. So könnt ihr verschiedene Spiele nach und nach freischalten, die euch in einer Spielesammlung jederzeit zur Verfügung stehen. Insgesamt 20 Spiele stehen zur Auswahl.Leider, leider fehlt es allen Minispielen an einer gescheiten Erklärung zu Beginn. Zwar sind die Befehlseingaben bekannt, doch fragt man sich oft, was denn eigentlich erreicht werden soll. Lange Einarbeitungszeiten sind die Folge, was die Unlust am Weiterspielen fördert und das obwohl die einzelnen Levelabschnitte farbenfroh und detailreich designt wurden.
Drum herum bietet euch THQ eine kommentarlose Aneinanderreihung von Comicbildern, die die Zurückeroberung von Beatcity zeigen soll. Die Charaktere wirken zwar „fesh“ und niedlich, treffen aber selten den Nerv von Spielern jenseits der Volljährigkeit. Dennoch muss man dem Gesamtpaket Beachtung für seine stimmige Designlinie geben. Alles wirkt passend und wie aus einem Guss. Auch wenn keine preisverdächtige Mischung wie bei Little Big Planet herauskommt, wird das Auge hier und da schon verwöhnt.
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