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Euch erregt nichts mehr, als eine matschige Piste? Das Rasseln von Motorrädern macht euch scharf und phänomenale Sprünge namens Buddha und Shaolin sind für euch die Krönung? Dann seit ihr 1. Motobike-Fan und euch ist, aller Wahrscheinlichkeit nach 2. MX vs. ATV ein Begriff. Seit einigen Jahren schon pflegt Publisher THQ die Rennsportserie mit regelmäßigen Releases. Dieses Jahr steht alles unter dem Motto: Reflex. Was es damit auf sich hat, findet ihr in unserem Test heraus.
Reflexe muss man haben
Von der namensgebenden Reflex-Steuerung aus der PS3- und Xbox 360-Version hat es leider kaum etwas in die DS-Version geschafft. Konntet ihr auf den großen Konsolen das Gewicht eures Fahrers noch in alle Richtungen verlagern, so ist hier nur eine Verschiebung nach links und rechts möglich. So holt ihr euch noch zusätzlich Präzision bei Kurvenfahrten oder Air-Tricks.
Habt ihr einmal den Bogen raus, dann gelingen euch auch waghalsige Sprünge. Die gehen ähnlich leicht von der Hand und werden durch kurze Kombinationen eingegeben. Die Liste für Stunts ist sehr umfangreich und hält für ehrgeizige Naturen eine Menge Tricks zum Lernen parat. Sogar Unfälle lassen sich durch das Ausbalancieren verhindern. Lauft ihr nämlich Gefahr zu stürzen, müsst ihr lediglich die Balance wiederherstellen und euer Fahrer sitzt wieder im Sattel. Gerade nach den Stunts ist das eine praktische Fähigkeit, um im Rennen zu bleiben. Allgemein ist das Fahrverhalten nämlich sehr direkt und realistisch. Schon kleine Fahrfehler können euch noch auf der Zielgeraden den Sieg kosten. Dieses penible Reagieren kann schon mal Nerven kosten und den Spielspaß in den Sand fahren.
Welches Bike nehmen wir heute?
Nur auf zwei, statt der fünf in den anderen Versionen enthaltenen Vehikel-Arten kämpft ihr um die besten Plätze und um den Ruhm. Geblieben sind euch Motocross Bikes (eine starke, eine schwache Versionen) und Quad-Bikes. Beide Fahrzeuge lassen sich natürlich ganz anders steuern und bringen ihre jeweiligen Vor- und Nachteile für den Fahrbetrieb mit ein. Tunen dürft ihr eure Gefährte außerdem auch nicht, was mittlerweile eigentlich schon zum Standard eines jeden Racing-Games gehört oder gehören sollte.
Bezüglich der Modi bekommt ihr leider keine sehr innovative Mischung geboten. Ein wenig inspirierter Karriere-Modus mit 13 Meisterschaften verschafft euch Zugang zu neuen Strecken und Kohle für neue Fahrzeuge. Doch leider sind sich die verschiedenen Modi einfach zu ähnlich. Zwar haben sie alle unterschiedliche Bezeichnungen, doch meist sind sie nur kleine Abweichungen vom eigentlichen Rennbetrieb mit eben anderen Fahrzeugen.
Auch die Gegner steuern nicht gerade zum Spielspaß bei. Sie sind echte Rowdys und rammen euch oft oder sind unverschämt schnell, was die Offline-Fahrten manchmal etwas unsausgewogen macht.
Das rockt aber
THQ hat sich bei der Produktion wirklich nicht lumpen lassen. MX vs. ATV Reflex hat einen extrem rockigen Soundtrack, der das Geschehen musikalisch perfekt untermalt. Wenn euch bei den Stunts und schnellen Rennen Gitarrenriffe von In Flames um die Ohren jagen, dann kann das passender fast nicht sein. Wunderbar! Leider erwartet uns hinsichtlich der Grafik kein solches Highlight. Die ist nämlich ziemlich pixelig, trist und einfach misslungen. Auch die Menüführung und die allgemeine Präsentation des Titels zeugen nicht gerade davon, dass die Entwickler ihren Job mit viel Ernst gemacht haben. Zu nüchtern und unschön wirken die ganzen Auswahlbildschirme.
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