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Die Geschichte der „Phantasy Star“-Franchise ist lang. Bereits 1987 veröffentlichte „SEGA“ mit „Phantasy Star 1“ den ersten Ableger für das „SEGA Master System“ und damit den direkten Konkurrent zu „Squares“ „Final Fantasy“, mit einer für damalige Verhältnisse überragenden Grafik. Anfang 2001 ging „SEGA“ mit „Phantasy Star Online“ für die „Dreamcast“ als erster den Schritt der Online-Rollenspiele. Zwar wurde dieses Spielerlebnis durch Probleme in der Performance gestört, nichtsdestotrotz war „Phantasy Star Online“ ein Meilenstein der Spielgeschichte und Must-Have-Titel. Nun, fast neun Jahre und unzählige weitere Ableger später, meldet sich „SEGA“ nach einer langen Zeit der Abstinenz mit „Phantasy Star Zero“ für den „Nintendo DS“ wieder zurück und präsentiert sein neustes Werk.
Der Beginn eines neuen Abenteuers
Phantasy Star Zero spielt in einer Parallelwelt, 200 Jahre nach der “Großen Leere", einem gewaltigen Krieg, in dem die einst blühenden Zivilisationen fast zugrunde gegangen wären. Die einzigen überlebenden Menschen haben ihr Möglichstes getan, um friedlich miteinander leben zu können, und prächtige Städte gegründet. Die Überlebenden, die sich über die Randbezirke jener Städte hinauswagen, werden Hunters genannt. Sie erkunden die endlose Wildnis und jagen gefährliche Monster, um die Städte zu beschützen. Nachdem allerdings bekannt wird, dass hinter dem Krieg ein ganz anderer Grund steckt, der nach wie vor die Existenz der Menschheit bedroht, liegt es nun in der Macht der Menschen den Untergang zu verhindern.
Als Spieler übernimmt man die Rolle eines Hunters und kann hierzu aus drei verschiedenen Rassen CAST, Newman oder Human und insgesamt 14 individuell anpassbaren Charakterarten auswählen und zudem das Geschlecht selbst bestimmen. Jede Charakterart spielt sich vollkommen anders und erlaubt es dem Spieler, auf eine große Vielfalt an Gegenständen, Rüstungen und Waffen zuzugreifen. Während man allerdings an die ausgewählte Rasse durch das komplette Spiel gebunden ist, darf man im Spielverlauf die Klasse nach Belieben ändern. Möchte man also nun doch lieber mit Schwert, Bogen oder Magie zu einem späteren Zeitpunkt im Spiel weiter kämpfen, ist das absolut kein Hindernis und kann bequem und einfach geändert werden. Möchte man seine Rasse wechseln, muss man schon einen neuen Spielstand erstellen, was Dank drei freien Spielslots allerdings auch kein Problem darstellt.
Auf in den Kampf
So gilt es nun in altbekannter „Phantasy Star“-Manier in Begleitung von Freunden oder eines Computer-Gefährten durch die Weiten der Welt zu ziehen, sich unzähligen Feinden in den Weg zu stellen und den Grund der anrollenden Bedrohung ausfindig zu machen. Auf der Reise findet man wieder allerlei neue Gegenstände, Waffen und weitere hilfreiche Objekte, die dem Spieler das Leben in Phantasy Star Zero erleichtern. Insgesamt können über 350 verschiedene Waffen, die sich in Melee, Firing Type und Technique-Waffen unterteilen, gefunden und in den Kampf eingebunden werden.
Als besonderes Feature bietet Phantasy Star Zero selbstverständlich den Online-Mehrspieler-Modus. Hier kann man nämlich mit insgesamt drei anderen Spielern durch die Weiten der Welt ziehen und zusammen den Monstern den Kampf ansagen, seinen Charakter leveln und neue und mächtigere Waffen sammeln. Über eine Lobby oder die Freundesliste kann man ganz bequem ein Spiel beitreten und gemeinsame Sache machen. Natürlich kann man auch anstatt Online per drahtlose DS-Datenübertragung mit seinen Mitstreitern spielen. Dank Visual Chat werden die Chatbefehle als "Sprechblasen“ über den Köpfen der Charaktere angezeigt, die das Kommunizieren mit den Mitspielern um ein Vielfaches erleichtern.
Alles beim Alten
Das Gameplay von Phantasy Star Zero ist im Großen und Ganzen ziemlich identisch mit dem der Vorgänger und knüpft damit an ein vielversprechendes Kampf- und Spielsystem an. Die drei verfügbaren Spielslots erlauben es dem Spieler in den Genuss von allen drei Rassen zu kommen oder mehreren Spielern im Haushalt einen Blick in das Game zu gönnen. Gespielt wird Phantasy Star Zero mit Top- und Touchscreen. Während auf dem oberen Bildschirm das komplette Spielgeschehen statt findet, werden auf dem Touchscreen hilfreiche Informationen wie die Landkarte oder Lebensanzeige dargestellt werden. Die Einzelspieler-Kampagne wird leider durch die miserable KI des Begleiters stark getrübt. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass oftmals die Kamera ihren Dienst quittiert und man vor allem bei fliegenden Gegner oft in die Leere ballert. Optisch kann sich Phantasy Star Zero durchaus sehen lassen. Die komplette dreidimensionale Welt, die Monster und Menschen sowie die Zwischensequenzen im Anime-Look sind sehr schön gestaltet und mit viel Liebe zum Detail im Spiel integriert.
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