Super Smash Bros. Brawl (SSBB)
Test: Super Smash Bros. Brawl (SSBB)

Mario packt seinen Erzfeind Bowser am Schwanz, schleudert ihn durch die Weltgeschichte und geht mal wieder als Sieger vom Platz. „Ruhig Blut, Bowser“, möchte man als Außenstehender nur noch raten, wenn Mario mal wieder gegen die Riesenechse dominiert - es ist doch eben nur ein Spiel. Mit wildem Stampede und tumben Gegrunze macht sich der Verlierer von Dannen. Immer mit dem Vorhaben im Hinterkopf, in naher Zukunft erneut zum Gegenangriff auszuholen. Kein Wunder also, dass der zynisch-schwergewichtige Bösewicht irgendwann die Rachepeitsche gegen den bemützten Spengler schwingen möchte. Nun hat er in „Super Smash Bros. Brawl“ die Gelegenheit dazu.
Im Wii-Seriendebut treten aber nicht nur die beiden Nintendo-Charaktere an, die Kämpferriege ist bedeutend größer als man zunächst annehmen möchte. Doch wie spielt sich das das Kampfspiel? Hat Nintendo die Bedienung per Wiimote und Nunchuck vermurkst oder diese entschärft? Was, wo, wie? Der neben Mario Kart Wii am meist erwartete Wii-Titel ist bereits im Handel? Bevor ihr nun die Beine in die Hand nehmt und den nächsten ahnungslosen Videospiele-Händler mit Fragen bombardiert, sei erwähnt, dass bisher nur die Japan- sowie USA-Fassung erschienen ist. Da der Release in Europa noch einige Monate auf sich warten lässt, haben wir keine Kosten gescheut und letztere bereits konsumiert. In unserem Review erfahrt ihr, ob der offenkundige Hype begründet war.
Der Kampf der Giganten

Kürzlich trat das Nintendo- gegen das Sega-Maskottchen bei den Olympischen Sommerspielen gegeneinander an, um den besseren Hürdenläufer und Stabhochspringer auszufechten. Da rüde Schubser auf dem olympischen Rasen rein gar nichts zu suchen haben und mehr als unsportlich sind, verlegen die beiden Streithähne ihren Clinch kurzerhand in die Arenen von Super Smash Brows. Brawl. Abgesehen von den beiden possierlichen Firmen-Primaten, erweisen sich noch 33 weitere Recken die Ehre, wobei 14 davon erst noch freigespielt werden müssen. Zum Star-Ensemble zählen unter anderem Prinzessin Peach, Zelda, Link, Kid Ikarus, Wario, Captain Olimar, Donkey Kong und Pit.
Die Kämpfe gehen nach dem alteingeschworenen Prinzip vonstatten. Habt ihr euch zu Beginn für einen Akteur entschieden, gilt in den Kämpfen generell ein Gesetz: Last Man Standing. Maximal vier Haudegen tummeln sich gleichzeitigt in der Arena, die Kontrolle über einen übernehmt ihr. Grundsätzlich versuchen alle Raufbolde ihre Gegner aus der Arena zu katapultieren. Dazu dient ein Prozentbalken am unteren Bildschirmrand. Je mehr Treffer ihr einsteckt, desto höher steigt dieser Wert. Vorsicht walten lassen solltet ihr spätestens, wenn der Wert die 150%-Marke übersteigt. Dann kann ein leichter Treffer nämlich euren vorzeitigen Tod bedeuten. Jeder Charakter verfügt über spezielle Fähigkeiten. Während Vorzeige-Pokémon Pikachu vornehmlich Blitz- und Donnerattacken initiiert, sind Muskelprotze wie Donkey Kong und Bowser motorisch eingeschränkt, teilen im Gegenzug aber ordentlich aus. Davon abgesehen spielen Items eine wesentliche Rolle. Ein Pilz macht euch kurzzeitig größer, während das Einsammeln eines Hammers eure Wiedersacher gnadenlos aus der Arena schmettert. Sogar Pokébälle fallen ab und zu vom Himmel. Neu ist der Ultra-Smash, der sämtlichen Charakteren mit einer Attacke den Garaus macht.