Test: Red Bull BC One
Wer allein schon beim Begriff Hip Hop die Kapuze zieht und die Kopfhörer aufsetzt, tänzerisch aber alles andere als begabt ist, hat nun die Chance mit Red Bull BC One seine virtuellen Breakdance-Künste vorzuzeigen. Eure Moves richten sich nach eurem Können, verschiedene Formen nachzuzeichnen. Klingt alles andere als spannend? Eure Zweifel sind berechtigt.
Bühnenshow

Zu aller erst fragt man sich natürlich, wie die Getränkemixfirma hinter dem Energydrink Red Bull auf die Idee kommt, ein Videospiel zu entwickeln. Tatsächlich sind aber nirgends Werbeeinblendungen des Konzerns zu sehen; das Breakdance-Setting hat nicht im Geringsten etwas mit dem flügelverleihenden Gebräu zu tun. Aber zurück zum Anfang.
BC One lässt euch in die Rolle abstrakt präsentierter B-Boys schlüpfen, deren Farbgebung allein schon Augenkrebs verursacht. Als Hip Hop Contest ausgelegt, treten immer zwei B-Boys gegeneinander an – Story gibt es also keine, nur sinnlose Textschnippsel, die aus einer Datei für vorgespeicherte Dialogtexte stammen könnten. Die virtuellen Breakdancer zeigen auf dem oberen Bildschirm ihr Können, während ihr auf dem unteren Bildschirm Punkte zu verschiedenen Formen verbinden müsst, um euren Avatar zu verschiedenen Moves zu bewegen. Angefangen bei einfachen Drei- und Vierecken variieren die zu zeichnenden Körper im Verlaufe des Spiels zu abstrakteren Gebilden. Jede Form muss dabei in einem bestimmten Zeitlimit nachgemalt werden, sonst bricht die Punktekette. Obwohl die Malerei einfach klingt, erkennt der Touch-Screen manchmal eure Stylus-Bewegungen nicht und ihr berührt einen bereits gezeichneten Punkt oder die Ecke eines anderen Körpers, was nach einiger Zeit das anspruchslose Gameplay zur Geduldsprobe werden lässt.
Jede erfolgreich mit dem Stylus nachgezeichnete Figur zwingt den Breakdancer zu einem weiteren Move. Da ihr euch aber die meiste Zeit auf den unteren Bildschirm konzentrieren müsst, entgeht euch das Meiste der Show. Mehr Spaß macht da schon der Freestyle-Modus, der euch Punkte zu alternativen Routen verbinden lässt und euch somit Bonuspunkte gewährt. Ziel jedes „Tanzes“ ist es, eine gewisse Punktzahl zu erreichen – langweiliger geht’s kaum.